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16.12.2018 - 18:31

Presseecho

Artikel in der Tiroler Tageszeitung

Tiroler Tageszeitung Kopie Rollerstop

APA Bericht - Verkehr

APA - Austria Presse Agentur Fr, 03.Okt 2008

Verkehr/Fahrrad/Umwelt/Innovationen/Österreich/Wien

Parkplatzsuche für Tretroller gelöst?

Utl.: Wienerin erfand Metallständer mit Diebstahlsicherung

Wien (APA) - Früher sind die Kinder mit dem Fahrrad in die Schule gefahren oder zu Fuß gegangen. Mittlerweile hat sich ein weiteres "Gefährt" durchgesetzt: der Tretroller, ein handlicher, zusammenklappbarer Metallflitzer. Doch in vielen Schulen heißt es für die Vehikel "draußenbleiben", da sie Fluchtwege versperren, Stufen abschlagen und Wände verschmieren. Um die Roller vor Dieben zu schützen, werden sie mit Fahrradschlössern an Säulen oder Bäumen angekettet, wie ein Lokalaugenschein der APA am Donnerstag vor einem Wiener Gymnasium zeigte. Abhilfe in dieser Parkmisere soll der "Rollerstop" schaffen.

Kinder haben es nicht einfach, wenn sie mit dem Tretroller unterwegs sind: So herrscht vor Schulen und Vereinsgebäuden oft eine Rollersalat. Außerdem sind die Fahrradschlösser für Diebe ein leichtes Spiel, da sie nicht richtig sichern. Eine Erfahrung, die auch der zwölfjährigen Klaus H. aus Mariahilf machen musste: "Ich habe den Roller vor der Schule abgestellt, und wie ich zu Mittag nach Hause fahren wollte, war er weg." Jetzt wünscht er sich zu Weihnachten einen neuen, denn "damit herumfahren ist schon sehr lustig".

Gar mit Hausverbot belegt wurden die silbernen Flitzer in der Volksschule von Katharina Scichilones Kinder. Ein Umstand, den die dreifache Mutter ganz und gar nicht in Ordnung fand, vor allem in Zeiten von Klimawandel und Umweltschutz. Deswegen machte sie auf die Suche nach einer Möglichkeit, den Roller genauso wie ein Fahrrad abstellen und sichern zu können.

"Anfangs habe ich mit versperrbaren Fenstergriffen experimentiert", erzählte die Wienerin. Das Resultat ihrer Versuche war der "Rollerstop": ein Metallständer, in dem das Gefährt geordnet geparkt und mit einem Vorhängeschloss gegen Diebstahl gesichert werden kann.

"Der Ständer bietet sich idealerweise für Schulen, Vereine, Schwimmbäder und Sportplätze an, aber auch für zu Hause", erklärte die Erfinderin, die aus der Idee ein Geschäft machte. Ihre Vision sei aber noch viel größer, als öffentliche Einrichtungen mit der Roller-Parkmöglichkeiten auszustatten: "Es sollten die Halterungen zum Beispiel vor Supermärkten oder Amtshäusern angebracht werden, so dass sich die Leute im Alltag mit dem Roller fortbewegen können."

Interesse an der Erfindung kommt nicht nur aus Österreich, sondern auch aus dem Ausland: In Deutschland bestellte eine Gemeinde die Rollerstops für ihre Schule, in der Schweiz ein Architekturbüro, das einen Schulvorplatz in Zürich gestaltete. Geeignet ist die Vorrichtung auch für E-Roller und Kickboards.

(S E R V I C E - www.rollerstop.at)

fwi/ww