Rollerstop bloggt

Rolling information ;-)

(Private) Gedanken zum „Parkpickerl“ in Wien

Aus gegebenem Anlass (mein Bezirk befragt seine Bewohner) möchte ich hier Argumente und offene Fragen zum Wiener Parkpickerl zusammenschreiben.  Ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Soweit mir bekannt ist das Parkpickerl eine gegen Bezahlung erworbene Berechtigung pro Kopf und Führerschein ein privat genutztes Fahrzeug im eigenen Wohnbezirk auf öffentlichem Grund abzustellen.

Klare Vorteile (und Sinn der Sache?):
Das Einpendeln von Nicht-Wiener-Autos wird schwierig bis unmöglich gemacht und der Individualverkehr innerhalb der Stadt von Bezirk zu Bezirk wird aus Parkplatzgründen erschwert. Beides hat ein geringeres Verkehrsaufkommen zur Folge.

Offene Fragen:
– Kosten belasten im Zweifelsfall doch eher Leute, die eh schon knapp bei Kasse sind und aus beruflichen oder familiären Gründen doch versuchen (müssen) ein Auto zu halten, das sie (wiederum aus finanziellen Gründen) ohnehin nur nützen, wenn wirklich sinnvoll oder notwendig
– wohin fliesst das eingenommene Geld? Gibt es dazu eine Offenlegung? Oder geht das ganz allgemein ins Stadtbudget?
– notorische Kurzstreckenfahrer, die innerhalb des eigenen Wohnbezirks unterwegs sind (z.B. „Elterntaxi“/Schulweg) werden nicht von diesen zumeist unsinnigen Kurzstreckenfahrten abgehalten
– trotz Kostenaufwand gibt es keine Parkplatzgarantie
– ein gesamtstädtisches Konzept fehlt. So z.B. auch der Umgang mit Bezirksgrenzen bzw. der Stadtaussengrenze.
– wenn das Parkpickerl in der Befragung abgelehnt wird, tragen betroffene Stadt- bzw. Bezirksteile und deren Bewohner die gesamte Last
– bestehende Garagenplätze werden mehr/effizienter genützt
– Was macht der Unternehmer mit Firmenauto ohne private Nutzung/Heimbüro, der Auto z.B. für Lieferungen braucht?

Das sind nur einige Gedanken zum Thema, die (Un)ordnung entspricht nicht einer Wertigkeit. Weitere Argumente werden sehr gerne gesehen!

Kommentare sind geschlossen.