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Geld, wohin gehst du?

Die etwas umgedrehte Frage der Ökoenergieblog-Parade, die sich, wie ich glaube, viel zu wenige Menschen stellen.
Die einen müssen im Auge behalten überhaupt über die Runden zu kommen, haben keine Energie frei zu überlegen, ob sie mit ihrem Kaufverhalten irgendetwas beeinflussen können.

Den Nächsten geht es schon besser, da dient das „nein“ auf die Frage ob ihr Geld irdendetwas verändern kann schon eher als Ausrede.

Und jene, die Geld im Überfluss haben, messen ihm oft irrtümlich die Bedeutung zu, damit nun auch „die Welt regieren“ zu können. Sie merken dabei meist nicht, dass sie einer noch kleineren aber noch reicheren Minderheit dienen, die wiederum mit diesem Angesparten (oder Verdienten) spielen …

Geld ist ein Mittel zum Zweck. Wenn es an Bedeutung gewinnt, dann am ehesten als Statussymbol: Lächerlichster Beweis dafür: All jene, die es mit Koffern in möglichst gute Verstecke tragen 🙁
Erfreulicherweise gibt es auch viele tolle Menschen, die mit manchmal auch wenig Geld Wunderbares bewirken!

Ich möchte mein Verhältnis zum Geld sehr persönlich aufzeichnen, dem Laufe meines Lebens folgend:

Als Kind war mir kaum bewußt, wo Geld herkam und wo es hinging. Irgendwann begann es dann doch interessant zu werden, wie Geld denn aufzutreiben wäre. Da gab es einige Quellen: das Taschengeld, die ersten kleinen Arbeiten, liebe Tanten, Onkeln und dazupassende Festivitäten.
Ich erinnere mich noch in der Volksschulzeit ein Gewinnspiel (in der Familie) veranstaltet zu haben, wo ich die Gewinne mit meinem Ersparten gekauft habe.
Also habe ich damals schon gespart und etwas unkonventionell Geld ausgegeben!?

Dann folgten Jahre einfacher Kosten-Nutzen-Rechnung: Ziel – arbeiten – sparen – erreichen: der erste Kassettenrecorder, der erste Walkman …
Als ich meinen ersten Ferienjob und dazu mein erstes Konto hatte, habe ich (wieder) gespart (mein erster Bausparvertrag 😉 ) und einen Teil einer karitativen Vereinigung gespendet.

Nachdem ich ausgezogen bin und mit meinem Mann gemeinsam finanziell über die Runden kommen mußte, war sehr lange kein Platz irgendwie anders zu denken, als mit möglichst geringem finanziellen Aufwand ein möglichst unseren Vorstellungen entsprechendes Leben zu leben, im Übermut bald auch mit Kinderleins, mit dem Ziel irgendwann unabhängig zu sein, konkret von ausgeborgtem Geld. Da ist sogar beim täglichen Essenseinkauf die Qualität nicht immer an vordester Stelle gestanden…

Erfreulicherweise haben wir das mit dem Ziel ganz gut hingekriegt, denn da läuft nun schon länger kein Kredit mehr 😉 Irgendwann war die tägliche Mühe immer nur zu sparen wo es geht, zu Ende. Das ist, wie ich denke, das Beste, was einem gelingen kann: Geld genug zum leben haben. Punkt.

Wenn dann aber doch noch etwas übrig bleibt (übrigens eine sehr relative Dimension), dann kann man (endlich) andere Ziele ins Auge fassen: so habe ich meine Einkaufskultur (im weitestens Sinn) geändert. Egal ob Nahrungsmittel, Bedarfsgegenstände oder Überflüssigkeiten, ich überlege bei jeder Anschaffung wo die Dinge herkommen, wer unter welchen Umständen daran beteiligt war. Ich kann mich manchmal auch darin verlieren zu sehr darüber nachzugrübeln oder dahinterkommen zu wollen, wer oder was alles hinter einem Produkt steckt.

Jetzt sind das Themen: Ökostromanbieter, Bioprodukte von lokalen Produzenten, ein Kachelofen, ein Möbel vom heimischen Tischler, ein Hybridauto. Da lege ich mein Geld dann gerne an. Um diese Liste zu verlängern, spare ich gerne weiter 🙂

 

Link zur Blogparade – Ökoenergieblog
 

Links zu Teilnehmern der Blogparade:

 

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