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e-bike – was es mehr kann

Seit kurzem zählt ein e-bike zu meinem Fuhrpark. Ich bin auch vorher schon viel mit dem Rad in Wien unterwegs gewesen, manchmal aber doch an meine Grenzen gestoßen, schließlich bin ich keine durchtrainierte Sportlerin, sondern eher die Kategorie Alltagsradlerin. Meine Range reichte bis zu 40km Tagesleistung. Zu weit, zu schwere Last, zu verschwitzt, zu müde, speziell Abends nach einem langen Tag, alles Argumente gegen das Rad, die immer wieder mal gewonnen haben.
Alternativ bin ich in Wien mit Öffis und Roller oder – bei Transporten – mit Auto unterwegs.

Was mein e-bike kann:
Robustes City-Rad mit 7-Gang-Schaltung. Federgabel. Klassisch 2 Handbremsen. Dazu Motor in der Vorderradnabe, zuschaltbar am Lenker mit 3 Kraftstufen. Reine Tretunterstützung, d.h. springt nur beim Treten an. Ab 25km/h klinkt er sich wieder aus, wer also schneller fahren will, muß das sportlich fair ganz alleine 😉
36V-Akku unter dem Gepäckträger untergebracht. Leicht zu entfernen, auch am Rad aufladbar (= Steckerbuchse gut erreichbar). Reichweite im Eigentest ca. 60km. Robuster Gepäckträger hinten. Licht mit klassischem Außendynamo.

Die Vorteile aus meiner Sicht:
Die Stadt wird zur Ebene, Steigungen verlieren, auch wenn man müde oder nicht durchtrainiert ist, ihren Schrecken. Das hat speziell im Alltagsverkehr den Vorteil, dass man nicht ins Schwitzen gerät, besonders für Businesstermine ein großes Plus.
Gerade im Stadtverkehr, wo die Radfahrer zu oft mit den Fußgängern eine Verkehrsfläche teilen müssen, wird Höflichkeit ein Kinderspiel: das ewige Runterbremsen für langsamere und/oder schwächere Verkehrsteilnehmer (die Vorrang haben!) fällt einem nicht mehr auf, denn kaum tritt man wieder in die Pedale, taucht der Motor – wie als Lob für die freundliche Fahrweise – kräftig an. Wirklich genial!
An der Ampel ist man sowieso Erste/r 🙂
Der Bewegungsfaktor Rad bleibt erhalten, es geht nur leichter und schneller. Hat man sich bei der Akkuladung mal verschätzt, fährt man immer noch bestens Rad – und wird bei der Gelegenheit daran erinnert, wie denn das Radfahrerleben früher ohne Motorunterstützung war 😉

Es gibt keine Nachteile.

Zu bedenken, je nach Bedarf/Situation:
Je wertvoller das Rad, desto sicherer der Abstellplatz, wenn möglich. Den Akku nimmt man für längere Zeit bzw über Nacht immer mit (5kg). Für kürzer bleibt er am Rad, ist ja versperrt. Wer auch viel und/oder schnell nur Rad fahren will, schaut ev. auf eine umfangreichere Gangschaltung. Die 7 Gänge reichen für die Stadt.
Bei mir wird noch ein Gepäckträger vorne dazukommen.

Fazit: Wer will mein altes Rad? 😉

PS.: Info: So ein Fahrrad mit e-Motor zur reinen Tretunterstützung, auch Pedelec genannt, ist und bleibt ein Fahrrad und unterliegt daher laut österr. StVO den Regelungen für Fahrräder.

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